Michael Zadow
E-Mail

 
 

mehr über die ze200 combo Während mein Beruf die Elektronik ist, ist meine 2. Passion das Musizieren mit dem Kontrabass und dem E-Bass. Ich spiele in verschiedenen Gruppen und Orchestern von Jazz bis Klassik. Ich betreibe dieses schöne Hobby seit gut 40 Jahren, und genau so lange war ich auf der Suche nach dem Equipment, das mir meinen Kontrabass derart verstärkt, dass er für mich und die anderen Akteure gut zu hören ist und außerdem noch wie ein richtiger Kontrabass klingt.

Nach vielen Experimenten war ich irgendwann resigniert und unzufrieden auf einem Minibrute II sitzen geblieben, mit dem man wegen seines mittigen Sounds wenigstens einigermaßen "durchkam".
Neue Hoffnung keimte auf, als ich auf die Internetseite von Jonas Lohse stieß. Der stellte dort als seinen Favoriten den Verstärker Contra 1 von acoustic image vor, bei dem der Tieftöner nach unten abstrahlt. Super Idee! Lange bekannt vom Heimkino, subwoofer usw., aber erst die AMIs kamen darauf, damit einen Kontrabass-Verstärker zu bauen.

Ich hätte mir sofort so ein Teil gekauft, wenn da nicht Frank Fiedler gewesen wäre, ein Profi-Bassist aus Hannover: Ich hatte gehört, dass der mit so einem runden Ding gesehen worden war. Ich rief ihn also an und fragte ihn nach seinen Erfahrungen.
Er war begeistert vom angenehmen Klang und der guten Wahrnehmbarkeit für ihn im Nahbereich und für die anderen Musiker und Zuhörer. Aber es gab auch ein paar dicke Wermutstropfen:
1. Ab einer bestimmten Lautstärke war keine Steigerung mehr möglich. Da half auch kein zusätzlicher Vorverstärker. Bei den hohen Leistungsangaben scheint es sich um Spitzenwerte zu handeln.
2. Auf manchen Gigs schaltete der Contra 1 ohne erkennbaren Grund ab und blieb stumm, bis man den Netzschalter aus- und wieder eingeschaltet hatte.

Mehrere Anfragen beim Entwickler Dr. Rick Jones ergaben: Die Ursache waren vermutlich Netzspannungsschwankungen. Einzige Abhilfe: Einen Netzspannungs-Stabilisator vorschalten! Solch ein Teil ist doch aber groß, schwer und teuer!? Frank fuhr nie ohne einen zweiten Verstärker zu seinen Mucken. Den endgültigen Ausschlag zu unserem Entschluss, einen eigenen Verstärker zu entwickeln, gab das stark veränderte Design des neuen Modells Contra 2. Wer noch einen schönen Contra 1 besitzt, kann sich freuen.

Inzwischen testet Frank Fiedler freundlicherweise einen Prototyp unserer "combo" im Alltagsbetrieb. Er liebt seinen Contra 1 trotz oben genannter Macken und steht unserer "combo" äußerst kritisch gegenüber, was ganz in unserem Interesse ist.
Nachdem die meisten seiner Kritikpunkte korrigiert worden waren, schrieb er uns in seiner E-mail vom 19.06.2003 unter anderem die folgenden Sätze:

Hallo Michael,
vielen Dank nochmals, dass Du mir den Amp testhalber zur Verfügung stellst.
Bisher hatte ich 2 mal Gelegenheit, ihn zu benutzen, einmal auf der Messe in einer Quartett-Besetzung mit drums und einmal bei einem Triokonzert.
Hat sich beide Male gut bewährt, insbesondere die hohe Lautstärke ist sehr angenehm.
Der Klang ist schön durchsichtig, ich würde ihn aber gern auch noch in anderen Räumlichkeiten checken.
Alles in allem: Wahnsinns-Verstärker mit dem besten mir bekannten Portabilitäts-Lautstärke Verhältnis, Glückwunsch!


Kurze Zeit später kam die folgende Mail:

Hallo Michael,


so, hier ist nun endlich wie versprochen, der Bericht über meine weiteren Erfahrungen:
Zunächst möchte ich nochmal wiederholen, wie viel Spass es macht, mit diesem Amp unterwegs zu sein: So ein kleiner Amp der so viel Alarm macht: Das hat schon manchen Kollegen verblüfft.
Dieses gute, um nicht zu sagen phänomenale Power/kg Verhältnis ist schon mal ein hervorragendes Verkaufsargument, denke ich.
Ein Übriges tut der nach unten abgerundete Frequenzgang dank downfiring-Speaker, so hat man, wie wir ja auch schon besprochen hatten, endlich die Möglichkeit, mit modernen Gitarren- und Keyboardsounds mitzuhalten, die ja im Tiefbassbereich enorm zugelegt haben.
Was mir auffällt, besonders im Vergleich zu meiner alten Kombination aus Contra/GK, ist außerdem die Klarheit des Tones. Es fühlt sich so an, als ob der Ton, gerade auch in den tiefen Frequenzen, quasi besonders "linear" und ohne jede Verzerrung reproduziert wird. Dadurch sind auch die Tonhöhen sehr gut zu orten.
Je nach Raumakkustik und Spielsituation empfinde ich persönlich den Ton dann manchmal als etwas "knurrig", was mitunter etwas stört, auch wenn man sich nach einer Weile dran gewöhnt. Mit Schlagzeug habe ich das nie als störend empfunden, aber ohne Schlagzeug dann und wann.
Ich kann nicht genau sagen, ob es sich dabei um eine Charakteristik des Pickups handelt, die durch die grössere Lautstärke plötzlich deutlicher zu Tage tritt, oder um einen Eigenklang des Amps. Auf jeden Fall wäre es interessant, diesem Problem mit der Klangregelung entgegenzutreten.
Bei der Gelegenheit muss ich nochmal drauf hinweisen, wie super es ist, dass der Amp nicht knackt beim Kabel rein- oder raussteckern! Wie machst Du das? Wieso kann das sonst keiner? Ist ne super praktische Eigenschaft.

gruss
Frank


Meine Probleme mit der Bass-Verstärkung sind für alle Zeiten gelöst, und wenn auch Frank keine noch so kleinen Mängel mehr findet, hat Zadow-electronics sicherlich einen der weltbesten Combos für Kontrabass, E-Bass und Jazz-Gitarre im Programm.

keep swinging!
Michael Zadow

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Inzwischen hat der ze200 seinen Platz auf Frank´s Equipment-Liste erobert, worüber ich einigermaßen glücklich bin. Bitte schaut doch einmal hinein, es lohnt sich!

Tipp: Franks CD "For my grandma" ist Spitzenklasse und bietet phantastische Bass-Soli. Hörprobe gefällig? lucky southern (keith jarrett)

Nachtrag vom Oktober 2016:

Der ze200combo, obwohl seit 2003 gebaut, gilt immer noch als Geheimtipp,

wird aber von vielen Bassisten in ganz Europa gespielt und geliebt.

Inzwischen ist auch ein Modell mit zwei Eingängen, der ze200combo II, erhältlich.

Nach wie vor wird jedes Exemplar sorgfältig in Handarbeit bei uns hergestellt.

         Der ze200combo in Aktion mit  NILS WOGRAM 's ROOT 70